Landespolizeikonzert in der Melchiorfesthalle - ein Genuss für die Besucher
Neckartenzlingen (ib-rd)
Wie schön Musik sein kann, konnten die vielen Besucher am vergangenen Freitag in der bis auf den letzten Platz belegten Melchiorfesthalle erleben. Das Landespolizeiorchester, das unter dem Motto „im Walzertakt ins neue Jahr“ musizierte, ließ die aufmerksamen Zuhörer so richtig aufleben und feiern. Ein solches Konzert hatte Neckartenzlingen zuvor noch nicht erlebt.
Bürgermeister Herbert Krüger als Schirmherr dieses Konzerts des Landespolizeiorchesters meinte in seiner Begrüßungsrede u.a., es sei für ihn eine besondere Ehre, Schirmherr dieses wertvollen Benefizkonzerts zu sein. Auch für Neckartenzlingen bedeute es eine große Ehre, das Orchester der Landespolizei hier willkommen heißen zu dürfen. Mit diesem Konzert werde gleichzeitig die musikalische Arbeit an unserer Jugend durch die Kooperation mit dem Musikverein Neckartenzlingen und der Auswiesenschule gefördert. Mit dem freudigen Satz „ein herzliches Willkommen, ich freue mich über das volle Haus“ rief BM/Herbert Krüger anschließend die zahlreichen Konzertbesucher zu einem herzlichen Begrüßungsapplaus für das Orchester auf.
Höchstes Niveau auf künstlerischem und musikalischem Gebiet ist das Credo des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg. Dass dieser Anspruch auch eingelöst wird, davon konnten sich bei den zahlreichen Auftritten landesweit bereits die Zuhörer überzeugen und nun auch die Neckartenzlinger.
In der Besetzung eines klassischen Blasorchesters mit Blech- und Holzbläsern, sowie einer Schlagzeuggruppe pflegt das 35-köpfige Orchester unterschiedlichste Stilrichtungen: Große Meisterwerke der klassischen Musik, symphonische Blasmusik, aber auch Swing-, Pop- und Rockmusikbearbeitungen gehören ebenso zum Repertoire wie traditionelle Musik. Ganz besonders kam es den Musikern darauf an, den Zuhörern Musik als "Erlebnis" anzubieten, sie für ein paar Stunden in andere Welten zu entführen oder ihnen ganz einfach beschwingte, gute Laune zu vermitteln - durch Musik auf hohem Niveau und einer breiten Vielseitigkeit: "Der gute Ton der Polizei"!
Das Landespolizeiorchester (LPO) Baden-Württemberg ist das professionelle Blasorchester der Baden-Württemberg-Polizei. Mit seinem Auftritt waren herausragende musikalische Ereignisse garantiert. Dieses außergewöhnlich gut besuchte Benefizkonzert leistete ebenso einen unschätzbaren Dienst für die bürgernahe Imagepflege und Nachwuchswerbung der Polizei und ist Werbe- und Sympathieträger für Baden-Württemberg. Toni Scholl und sein 35-köpfiges Orchester boten ein breitgefächertes Repertoire, das von der konzertanten und sinfonischen Blasmusik über klassische Transkriptionen reichte.
Mit der berühmten Operette von Johann Strauss „Zigeunerbaron“ eröffnete Chefdirigent Toni Scholl das Konzert. Die genialen musikalischen Arrangements des Orchesters und der originelle Witz, begeisterten das Publikum immer wieder aufs neue. Toni Scholl moderierte und dirigierte mit einer großen Portion Charme und Humor. Durch die längeren Stücke, die ohne Unterbrechung durchgespielt wurden, erlebten die Zuhörer hautnah, dass selbst ein so routiniertes Höchststufenorchester hart arbeiten muss. So erklang unter anderen Musikstücken auch das Stück „Awayday“ von Adam Gorb bei pfiffig verstrickten Klängen, aber auch „Stadt und Land“ von Johann Strauss jun., eine Polka, die zu einem vor Wiener Charme und Lebensfreude sprühendem Programm vereint. Mit den Musikstücken „ Perpetuum Mobile“ von Johann Strauss und „St. Mountain“ von Florian Poser, bei dem der Solist Znivko Peshev an seinem Vibraphon mit den Instrumentalisten übereinstimmte, beendeten den ersten Teil des Orchesters. Die Konzertbesucher honorierten diesen ersten Teil des Konzertes mit einem langanhaltenden Beifall.
Im zweiten Teil erlebten die Zuhörer schwungvolle Musikvorträge in einer bunten Mischung aus weltbekannten Strauss-Walzern wie „Rosen aus dem Süden“, Polkas und Operettenmelodien, wie auch Rock und Poptitel, unter anderem von Toto, Joe Cocker „Up where we belong“ mit den Solisten Nicolas Pfeifle an der Posaune und Bernd Bogich an Flügelhorn und Queen. Chefdirigent Toni Scholl hielt sein Versprechen, dass sein Orchester das Publikum auf eine Reise durch die unerschöpfliche Welt der bekannten, aber auch weniger bekannten Melodien mitzunehmen. In der Tat bot das Orchester den Zuhörern Musik als Erlebnis, die für ein paar Stunden in andere Welten entführte.
Der Vorsitzende des Musikvereins Neckartenzlingen Werner Gut meinte wörtlich: „Wir sind restlos begeistert, herzlichen Dank!“ Man habe eine Kollektion erfahren, die unvergesslich sei. Gleichzeitig dankte der dem Ehrenvorsitzenden Walter Baral für sein großes Engagement, dem Verkauf von sage und schreibe 120 Eintrittskarten. Anschließend musste das Orchester noch zwei Potpourris zu Gehör bringen, die mit langatmigen Applaus vom Puplikum honoriert wurden.

Bild Nr. 1: Unser Bild entstand während des Konzerts und zeigt den Solisten Znivko Peshev an seinem Vibraphon.

Bild Nr. 2 : Unser Bild zeigt die Solisten Bernd Bogisch am Flügelhorn und an der Posaune Nicolas Pfeifle

Bild Nr. 3; Zeigt einen Blick in den voll besetzten Saal der Melchiorfesthalle.

Bild Nr. 4: Zeigt Timo Kächele am Euphonium.

Bild Nr. 5: Zeigt Chefdirigent Toni Scholl als Moderator. Er wohnte vor ca. 20 Jahren eine Zeit lang in Neckartenzlingen. 